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Ratgeber Hundeboxen: Test, Vergleich, Kaufberatung

Hund im Auto:
Alternativen zur Hundetransportbox, Vor- und Nachteile

Hunde frei im Auto zu transportieren, sollte aus verschiedenen Gründen absolut tabu sein. Zum einen muss verhindert werden, dass der Fahrer durch den Hund massiv gestört wird, zum anderen würde der Hund im Falle eines Unfalls durch den Innenraum geschleudert, was eine massive Gefahr für Mensch und Tier zur Folge hätte. Der Bußgeldkatalog sieht Strafen zwischen 30 und 75 Euro vor. Finanziell lohnt sich die Vorsorge auch – die Hundetransportbox und weitere Sicherungssysteme gibt es bereits für kleines Geld.

Vorteile und Nachteile der verschiedenen Sicherungssysteme:

Hundetransportbox:

Hundetransportboxen sind in unterschiedlichen Varianten erhältlich. Für einige Fahrzeugtypen gibt es passende Transportboxen aus Aluminium. Andere Hundeboxen wie z.B. die faltbare Hundebox, die zusammenklappbare Gitterbox, die Kunststoffbox etc.können auch für den Transport genutzt werden. Je nach Modell ist es notwendig, die Box fest im Laderaum zu verankern..

Vorteile der Hundetransportbox:

  • bietet guten Schutz, vorausgesetzt die Box ist gut positioniert. z.B. im Kofferraum eines Kombis, quer zur Rückenlehne
  • kleine Hundeboxen können im Fußraum hinter den Vordersitzen transportiert werden.
  • der Hund kann den Fahrer nicht stören
  • die Box kann auch außerhalb des Fahrzeugs genutzt werden, z.B. auf Reisen etc.

Nachteile der Hundetransportbox:

  • bei großen Boxen in einigen älteren Fahrzeugmodellen ist die Stabilität der Rücksitze nicht ausreichend (insbesondere bei geteilter Rücksichtbank), um bei einem Aufprall stand zu halten. Hier wäre ein zusätzliches Trenngitter, am Dach und am Boden des Laderaums verankert, ideal.

Eine Liste der bestbewertesten Hundetransportboxen finden Sie hier >


Sicherheitsgurt:

Die Qualität und das Befestigungskonzept der Gurte ist unterschiedlich. Die Gurte sollten möglichst breit und stabil sein und eine beidseitige Fixierung bieten. Einige Modelle ermöglichen die Befestigung über die Isofix-Verankerung. Dies ist besonders stabil und sicher. Teilweise sind die Gurte crashtestgeprüft. Gepolsterte Gurte schonen den Hund, insbesondere den Brustkorb bei einem Aufprall.

Vorteile:

  • stabile Gurte bieten guten Schutz für den Hund selbst wie auch für die Insassen
  • einfache Befestigung

Nachteile:

  • Geschirre mit schmalen Gurten und Verschlüsse aus Kunststoff können reißen
  • bei der Befestigung ohne Isofix, über den Sicherheitsgurt, ist der Bewegungsspielraum des Hundes recht groß, so dass er den Fahrer stören kann und
  • im Falle eines Aufpralls besteht Verletzungsgefahr für den Hund und die Person auf dem Vordersitz (Befestigung ohne Isofix)

Trenngitter / Trennnetz:

Insbesondere in Kombis werden Trennnetze und Trenngitter gerne genutzt. Hier ist zu beachten, dass bei einigen älteren Fahrzeugen – und insbesondere bei geteilten Rücklehnen – die Stabilität der Lehnen nicht ausreichend ist, um bei einem Aufprall standzuhalten. Abhilfe können hier stabile Laderaumgitter schaffen, die durchgängig vom Boden bis zur Decke des Laderaums reichen und eine stabile Verankerung bieten.

Vorteile:

  • sehr gute Absicherung der Insassen bei durchgängigen Laderaumgittern mit stabiler Verankerung
  • Fahrer wird durch den Hund nicht gestört

Nachteile:

  • Netze und Gitter, die nicht stabil verankert sind, können das Durchschleudern großer Hunde im Falle eines Aufpralls nicht verhindern
  • im Falle eines Unfalls besteht bei großem Laderaum Verletzungsgefahr durch Aufschlag des Hundes im Laderaum

Die Preise variieren stark. Verfügbar ab ca. 20 Euro (sicherheitstechnisch nicht empfehlenswert) bis 200 / 300 Euro für die sichere Variante, abhängig vom Fahrzeugtyp.


Sicherheitssitz:

Der Tiersicherheitssitz der Firma DoggySafe ist eine Kombination aus Sitzschale und Sicherheitsgurt. Der Sitz kann über den Sicherheitsgurt und auch über Isofix-Verankerungen auf dem Rücksitz befestigt werden. Der stabile Spezialgurt sichert den Hund beidseitig.

Vorteile:

  • bietet guten Schutz für Mensch und Tier
  • die Sitzschale bietet dem Hund bei normalen Fahrmanövern die Möglichkeit, sich gut abzustützen. Im Falle eines Unfalls ist er gut gesichert durch das geschlossene Gurtsystem
  • sehr einfache und stabile Befestigung bei Verwendung der Isofix-Verankerung

Nachteile:

  • bei Fahrzeugen ohne Isofix-Verankerung ist die Befestigung am Rücksitz etwas umständlich
  • der Hund muss sich an das Geschirr mit geringem Bewegungsspielraum gewöhnen

Verfügbar ab ca. 200 Euro


Transportkorb / Transporttasche:

Der Transportkorb / die Transporttasche an sich schützt den Innenraum vor Verschmutzungen. Um den Hund im Falle eines Aufpralls oder bei Bremsungen zu schützen, muss er durch einen Hundesicherheitsgurt bzw. ein spezielles Geschirr zusätzlich gesichert werden.

Vorteile:

  • schützt den Rücksicht vor Verschmutzung

Nachteile:

  • bietet alleine keinen Schutz vor Verletzungen von Mensch und Tier im Falle eines Unfalls
  • kein gesetzlich anerkanntes Sicherheitssystem

Verfügbar ab ca. 30 Euro


Schutzdecke:

Die spezielle Schutzdecke für den Transport von Hunden in Fahrzeugen wird an den Kopfstützen der Vordersitze und der Rücksitzbank befestigt.

Vorteile:

  • bietet Schutz bei leichtem Aufprall und Bremsmanövern
  • der Hund bleibt auf dem vorgesehenen Platz und kann nicht in den Fussraum fallen
  • schützt den Innenraum vor Verschmutzung (auch in wasserfestem Material erhältlich)

Nachteile:

  • kein ausreichender Schutz für Mensch und Tier bei echten Unfällen!

Verfügbar ab ca. 10 Euro


 

Crashtest Serie:
Hundeboxen Test ADAC: Der ADAC hat die Sicherheit von Tier-Rückhaltesystemen geprüft.
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